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CDU-Fraktion zu Gast beim I. Oldenburgischen Deichband

Berne. Erste Station des Besuches der Berner CDU Fraktion beim ersten Oldenburgischen Deichbands war der Deich an der Warflether Kirche. Hier traf die Gruppe auf den Vorsteher Cord Hartjen. Hartjen erläuterte die geplanten Deichbaumaßnahmen im Bereich der Warflether Kirche. Hier soll im Jahr 2010 die bestehende Mauer durch eine Spundwand ersetzt und erhöht werden. Das Ganze soll zu einer Art Aussichtplattform mit „Promenade” umgestaltet werden. Von Warfleth ging es weiter zum Schöpfwerk nach Motzen, hier soll so Hartjen, die Erhöhung und Verstärkung des Deichabschnittes im Jahr 2011 erfolgen. Von Motzen ging es über den neuen Deichunterhaltungsweg, der zunächst als 4,50 mtr. breite Baustrasse hergestellt wurde und nach Beendigung der Deichbauarbeiten auf eine Breite von 3,50 mtr. endgültig befestigt wird, zur Deichtrift nach Ranzenbüttel. Hier erklärte Cord Hartjen den Mitgliedern der CDU-Fraktion, das die bislang ausgebaute Deichstrecke an der B 74 im Nordwesten beginnt und im Bereich der Warflether Kirche endet und ist somit 1.850 mtr. lang. Dieser Deichabschnitt wurde zuletzt im Jahr 1979 erhöht und verstärkt. Der hier in Rede stehende Deichabschnitt, so Deichbandvorsteher Hartjen, wurde auf eine Bestickhöhe von NN * 7,80 mtr gebracht. Ausgebaut wurde der Deich aber auf 8,30 mtr, der einen Zuschlag von 50 cm für Setzungen und Sackungen enthält. Die Finanzierung von Deicherhöhungen und –verstärkungen im Rahmen des Küstenschutzprogrammes wird über einen außerordentlichen Haushalt geregelt und z.Zt. zu 70 % vom Bund und zu 30% vom Land Niedersachsen finanziert.

Auf der Binnenberme des Deiches entsteht ein 2,00 mtr. breiter Radweg der durch den Landkreis Wesermarsch gebaut wird.

CDU-Fraktionschef Karl-Ernst Thümler sprach die von einigen Anliegern geäußerten Ängste über eventuelle Schäden, die an ihren Häusern durch den vermehrten Lkw-Verkehr entstehen könnten, an. Hartjen sagte zu, dass bei allen Häusern in der ersten Reihe an der Deichstrasse sogenannte Beweissicherungsverfahren eingeleitet werden, bzw. zum Teil schon eingeleitet wurden. Hier werden bei evtl. Beschädigungen an den Häusern Entschädigungen gezahlt, bzw. die Schäden werden nach Beendigung der Baumaßnahme abgestellt, so Hartjen abschließend.

Zum Schluss des Besuches beim Deichband hörte die Gruppe einen Vortrag vom Gemeindebrandmeister der Gemeinde Berne Klaus Niekamp über die Deichsicherung. Die Hauptdeichlinie des I. Oldenburgischen Deichbandes ist in 11 Deichzüge unterteilt und wird von Deichgeschworenen, unterstützt von ca. 60 Küstenwehrmännern, beaufsichtigt, so Niekamp Die Deiche werden durch die Deichschäfereien in Piependamm und in Holle sowie durch den Bauhof in Ranzenbüttel unterhalten. Im Bereich des I. Oldenburgischen Deichbandes finden regelmäßig Seminare zur Deichsicherung statt, hier werden die Freiwilligen Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen unter anderem in die Technik der Deichsicherung durch Sandsäcke eingewiesen und in praktischer Vorgehensweise damit geschult.

Datum: 16.11.2009

Ansprechpartner: Karl-Ernst Thümler

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